Auslasskasten (Einlegekasten) für KWL – Auswahl, Einbau & Modelle
Auslasskästen sind das entscheidende Bindeglied zwischen Ihrem Lüftungsleitungssystem und den sichtbaren Luftauslässen wie Tellerventilen,
Dralldurchlässen, Gittern oder Schlitzschienen. Diese Anschlusskästen mit ihren präzise gefertigten
Anschlussstutzen verteilen die Zuluft und Abluft gleichmässig im Raum, erleichtern die präzise
Einregulierung der Luftmengen und entkoppeln Schall zwischen Kanalsystem und Wohnraum. Das Ergebnis:
saubere
Luftführung bei leisem Betrieb in Ihrem Haus. Für Neubau mit Ortbetondecken und Sanierung im Bestand
stehen
Ihnen Ausführungen aus Beton, Kunststoff und Stahlblech zur Verfügung.
Wann welcher Auslasskasten?
Die Wahl des richtigen Auslasskasten-Typs hängt von Ihrer Bausituation und den spezifischen
Anforderungen
ab. Beton-Einlegekästen werden bevorzugt im Rohbau eingesetzt und direkt in die Ortbetondecke
integriert.
Sie bieten maximale Stabilität und Dichtheit sowie eine unsichtbare Integration im Deckenaufbau. Die
Anschlussstutzen für die Rohre und Luftleitungen sind
dabei
optimal geschützt bis zur Endmontage der Deckenluftdurchlässe und anderen Luftauslässe.
Kunststoff- und Stahlblech-Auslasskästen eignen sich hingegen hervorragend für die flexible Montage an
Decke
oder Wand, besonders im Trockenbau oder bei der Nachrüstung bestehender Gebäude. Diese Abluftgehäuse und
Zuluftgehäuse sind leicht zu handhaben und können mit Flachkanalsystemen oder runden Luftleitungsschläuchen und Rohren kombiniert
werden.
Die verschiedenen Anschlussstutzen ermöglichen dabei die Verbindung mit unterschiedlichsten
Deckenluftdurchlässen und Dralldurchlässen.
Grundsätzlich unterscheiden Sie zwischen Auslasskästen für Zuluft in Wohn- und Schlafräumen und
Abluftgehäusen für Feuchträume wie Bad, WC und Küche. Die passenden Abluftgitter und
Zuluftauslässe –
von einfachen Gittern über Quellauslässe bis hin zu hochwertigen Deckendrallauslässen – montieren Sie
später
direkt auf dem jeweiligen Anschlusskasten. Besonders Dralldurchlässe mit Mittelablauf erfordern stabile
Auslasskästen mit präzisen Anschlussstutzen.
Arten von Luftauslässen für Auslasskästen
Auslasskästen dienen als universelle Basis für verschiedenste Luftauslässe in Ihrem Lüftungssystem. Die
Wahl
des richtigen Auslasstyps beeinflusst sowohl die Luftverteilung im Raum als auch die Anforderungen an
den
Auslasskasten selbst. Deckenluftdurchlässe sind die am häufigsten eingesetzten Luftauslässe und umfassen
verschiedene Bauformen – von einfachen Tellerventilen bis zu anspruchsvollen Dralldurchlässen.
Dralldurchlässe erzeugen durch ihre spezielle Konstruktion eine rotierende Luftströmung, die sich
schnell
mit der Raumluft vermischt und eine gleichmässige Temperaturverteilung ermöglicht. Diese
Deckendrallauslässe
gibt es in verschiedenen Ausführungen: klassische Dralldurchlässe mit festem Drallgrad, verstellbare
Modelle
und solche mit Mittelablauf. Der Mittelablauf sorgt bei Dralldurchlässen für eine besonders
gleichmässige
radiale Luftverteilung und reduziert Zugerscheinungen im Aufenthaltsbereich.
Quellauslässe hingegen arbeiten nach einem anderen Prinzip: Sie geben die Zuluft mit niedriger
Geschwindigkeit nahe am Boden oder in Bodennähe ab. Diese Quellauslässe nutzen den thermischen Auftrieb
und
schaffen eine natürliche Luftschichtung im Raum. Während Quellauslässe vor allem in Büros und Schulen
zum
Einsatz kommen, dominieren Deckenluftdurchlässe im Wohnungsbau. Für alle diese Luftauslässe – ob
Dralldurchlässe, Quellauslässe oder Deckenluftdurchlässe – benötigen Sie passende Auslasskästen mit den
richtigen Anschlussstutzen und Dimensionen.
Deckendrallauslässe in Deckenkassetten-Bauweise kombinieren oft mehrere Funktionen: Die
Deckenluftdurchlässe
verteilen die Luft drallförmig, während integrierte Lamellen die Strahlrichtung beeinflussen.
Hochwertige
Deckendrallauslässe mit Mittelablauf sind besonders für Räume mit hohen Kühllasten geeignet. Die Montage
dieser Dralldurchlässe erfordert stabile Auslasskästen, die präzise Anschlussstutzen für die Verbindung
mit
den Rohren und Luftleitungen bieten.
So wählen Sie die richtige Ausführung
Bei der Auswahl Ihres Auslasskasten sollten Sie mehrere Kriterien berücksichtigen. Der
Anschlussdurchmesser
der Anschlussstutzen spielt eine zentrale Rolle: Typischerweise kommen DN75 oder DN90 für die Zuleitung
zum
Einsatz, während der Auslass je nach geplantem Volumenstrom mit DN100 oder DN125 dimensioniert wird. Die
Position der Anschlussstutzen – seitlich oder oben – entscheidet über die erforderliche Aufbauhöhe und
die
strömungsgünstige Führung der Rohre und Luftleitungen.
Der gewählte Auslass-Typ bestimmt ebenfalls die Gehäuseform: Runde Tellerventile DN100 oder DN125
erfordern
andere Anschlusskästen als lineare Schlitzschienen, Dralldurchlässe oder Quellauslässe. Besonders wenn
Sie
Deckendrallauslässe mit Mittelablauf einsetzen möchten, benötigen Sie Auslasskästen mit robusten
Anschlussstutzen und ausreichender Stabilität. Achten Sie auf ausreichenden Schallschutz durch
entkoppelte
Befestigung und gedämmte Innenflächen – dies verhindert Geräuschübertragung aus dem Luftverteilsystem in
den
Wohnbereich. Verwenden Sie bei Bedarf auch Schalldämpfer in der Zuleitung.
Luftdichtheit und Hygiene sind weitere wichtige Aspekte: Hochwertige Auslasskästen erfüllen die
Dichtheitsklasse C oder D nach EN 12237 und verfügen über glatte, reinigungsfreundliche Innenflächen.
Die
Anschlussstutzen müssen sauber verarbeitet sein, um Leckagen zwischen Rohren und Kasten zu vermeiden.
Der
Einbauort – Decke, Wand, Boden, sichtbar oder verdeckt im Rohbau oder Bestand – komplettiert Ihre
Auswahlkriterien. Für komplexere Installationen mit mehreren Räumen und unterschiedlichen Luftauslässen
können Sie auch auf Unterputz-Verteilerkästen
zurückgreifen.
Produktbeispiele aus unserem Sortiment
-
Auslasskasten CLD seitlich (DN75)
Seitliche Anschlussstutzen für begrenzte Aufbauhöhen – vielseitig in Decken und Wänden
einsetzbar.
Verzinktes Stahlblech mit hochwertiger Pulverbeschichtung. Ideal für die Montage von
Tellerventilen,
Deckenluftdurchlässen und kompakten Dralldurchlässen.
Zum Produkt
-
Auslasskasten CLD breit S2 (DN75)
Breitere Bauform für spezielle Einbausituationen mit erhöhten Anforderungen an die
Luftverteilung.
Die verlängerten Anschlussstutzen ermöglichen flexible Rohrführung bei der Montage von
Deckenluftdurchlässen.
Zum Produkt
-
Auslasskasten EBK 400 (verschiedene Grössen)
Universell einsetzbarer Anschlusskasten aus verzinktem Stahlblech mit Pulverbeschichtung –
bewährte
Standardlösung für vielfältige Luftauslässe. Die Anschlussstutzen sind für den Anschluss
verschiedenster Rohrdimensionen vorbereitet.
Zum Produkt
-
Auslasskasten TVA (DN100/75)
DN75-Zuleitung auf DN100-Auslass – ideal für DN100-Tellerventile, Deckenluftdurchlässe und
andere
Luftauslässe mit Standard-Anschluss. Die Anschlussstutzen sind präzise gefertigt für dichte
Verbindungen mit den Rohren.
Zum Produkt
-
Auslasskasten TVA2 (DN125/2×75)
Zwei DN75-Zuleitungen auf DN125-Auslass – für höhere Volumenströme und anspruchsvolle
Raumsituationen. Perfekt geeignet für grosse Deckendrallauslässe mit Mittelablauf und
leistungsstarke Dralldurchlässe in Büroräumen oder offenen Wohnbereichen.
Zum Produkt
Alle Modelle sind mit dem passenden Montagematerial erhältlich und können mit
unseren Geräte-Komponenten sowie
verschiedensten Luftauslässen kombiniert werden – von einfachen Gittern über Quellauslässe bis zu
anspruchsvollen Deckendrallauslässen mit Mittelablauf.
Montage – kurz & praxisnah
Die fachgerechte Installation Ihrer Auslasskästen erfolgt in fünf überschaubaren Schritten. Zunächst
reissen
Sie die Position gemäss Ihrer Lüftungsplanung an – Zuluft sollte zugfrei platziert werden, während
Abluftgehäuse idealerweise direkt im Feuchtebereich positioniert werden. Berücksichtigen Sie dabei auch
die
spätere Montage der Luftauslässe: Deckenluftdurchlässe und Dralldurchlässe benötigen ausreichend Abstand
zu
Wänden und Hindernissen.
Im zweiten Schritt befestigen Sie den Auslasskasten. Bei Ortbeton legen Sie ihn direkt ein, bei
bestehenden
Decken oder Wänden verschrauben Sie ihn vibrationsentkoppelt. Die Entkopplung ist wichtig, um Geräusche
aus
dem Luftverteilsystem zu minimieren. Achten Sie darauf, dass die Anschlussstutzen frei zugänglich
bleiben
für die Montage der Rohre und Luftleitungen.
Anschliessend verbinden Sie die Rohre und Luftleitungen mit den Anschlussstutzen – typischerweise DN75
oder
DN90 Anschluss. Achten Sie dabei auf ausreichende Biegeradien und eine strömungsgünstige Führung ohne
scharfe Knicke. Die passenden Rohr-Formteile
erleichtern die Montage erheblich. Die Verbindungen zwischen Rohren und Anschlussstutzen dichten Sie
sorgfältig ab – verwenden Sie dafür geeignete Materialien und verschliessen Sie die Anschlusskästen bis
zur
Endmontage, um Verschmutzungen zu vermeiden.
Zuletzt montieren Sie den gewählten Luftauslass – sei es Tellerventil, Gitter, Schlitzschiene,
Quellauslass
oder Drallauslass – und regeln den Volumenstrom präzise ein. Bei Dralldurchlässen ist die korrekte
Einstellung besonders wichtig: Deckendrallauslässe mit Mittelablauf müssen so justiert werden, dass die
Luft
gleichmässig in den Raum strömt. Hierfür können Volumenregler hilfreich sein, um die
gewünschten
Luftmengen raumweise zu erreichen.
Normen & Anforderungen in der Schweiz
In der Schweiz gelten für Auslasskästen und das gesamte Komfortlüftungssystem klare Vorschriften. Die
SIA
382/1 regelt die Dimensionierung und Energieeffizienz Ihrer Lüftungsanlage und gibt Richtwerte für
Luftmengen und Druckverluste vor. Dabei werden auch die Anforderungen an Luftauslässe wie
Deckenluftdurchlässe, Dralldurchlässe und Quellauslässe berücksichtigt. Die SWKI VA104-01 legt
Hygieneanforderungen fest – dazu gehören Reinigbarkeit, glatte Innenflächen an Anschlussstutzen und
Gehäusen
sowie der Schutz vor Kontamination.
Der VKF-Brandschutz fordert sichere Durchdringungen und korrekte Abschottungen in Brandabschnitten,
während
der Minergie-Standard luftdichte und energieeffiziente Gebäude verlangt. Hochwertige Anschlusskästen mit
dichten Anschlussstutzen und präzise gefertigten Verbindungen für die Rohre unterstützen Sie dabei,
diese
Anforderungen mühelos zu erfüllen.
Tipp: Kombinieren Sie Ihre Auslasskästen mit passenden Flexrohren DN75/DN90, Tellerventilen
DN100/DN125
und hochwertigen Deckenluftdurchlässen aus unserem Sortiment, um Druckverluste und Geräusche zu
minimieren. Für anspruchsvolle Anwendungen empfehlen sich Deckendrallauslässe mit Mittelablauf.
Vergleich der gängigsten Ausführungen
| Modell |
Anschlussstutzen |
Auslass |
Typischer Einsatz |
Geeignete Luftauslässe |
| CLD seitlich |
DN75/90 seitlich |
DN100/125 |
Geringe Aufbauhöhe, Wand-/Deckenmontage |
Tellerventile, kompakte Deckenluftdurchlässe |
| EBK 400 |
DN75/90 |
DN100/125 |
Universell, Standard-Anwendungen |
Alle gängigen Luftauslässe, Dralldurchlässe |
| TVA |
DN75 auf DN100 |
DN100 |
Normale Volumenströme, Wohnräume |
Tellerventile, Deckenluftdurchlässe DN100 |
| TVA2 |
2×DN75 auf DN125 |
DN125 |
Hohe Volumenströme, grosse Räume |
Deckendrallauslässe, Dralldurchlässe mit Mittelablauf |
FAQ – Häufige Fragen zu Auslasskästen
Kann ich Auslasskästen nachträglich installieren?
Ja, schlanke Kunststoff- oder Stahlblech-Auslasskästen ermöglichen die Nachrüstung in
bestehenden
Gebäuden. Besonders Flachkanalsysteme eignen sich für den Bestand, sofern ausreichend Platz
vorhanden ist und die Rohrführung sinnvoll realisiert werden kann. Die Anschlussstutzen müssen
dabei
so positioniert werden, dass die Rohre ohne grosse Umleitungen angeschlossen werden können. Für
Nachrüstungen sollten Sie die baulichen Gegebenheiten vorab genau prüfen.
Wann DN100, wann DN125 am Auslass?
Höhere Volumenströme erfordern DN125-Anschlüsse mit entsprechend dimensionierten
Anschlussstutzen,
beispielsweise bei grossen Wohnräumen oder wenn Sie mehrere Zuleitungen zusammenführen (wie beim
TVA2 mit 125/2×75). DN125 eignet sich besonders für leistungsstarke Deckendrallauslässe und
Dralldurchlässe mit Mittelablauf. Standard-Räume kommen meist mit DN100-Auslässen aus (wie beim
TVA
100/75), die für normale Deckenluftdurchlässe und einfache Luftauslässe ausreichen. Die genaue
Dimensionierung richtet sich nach Ihrem Lüftungskonzept und den erforderlichen Luftmengen pro
Raum.
Seitlicher oder oberer Anschlussstutzen – was ist besser?
Seitliche Anschlussstutzen (wie beim CLD seitlich) sparen Aufbauhöhe und eignen sich gut für
abgehängte Decken oder geringe Deckenzwischenräume. Sie ermöglichen die horizontale Rohrführung
und
sind ideal für flache Deckenluftdurchlässe. Obere Anschlussstutzen können bei gerader Zuleitung
mit
vertikalen Rohren strömungsgünstiger sein und den Druckverlust reduzieren. Dies ist besonders
bei
Dralldurchlässen und Quellauslässen von Vorteil. Die Wahl hängt von Ihrer konkreten
Einbausituation
und der Art der geplanten Luftauslässe ab.
Wie reduziere ich Geräusche aus dem Auslasskasten?
Achten Sie auf vibrationsentkoppelte Befestigung, verwenden Sie gedämmte Rohre und Luftleitungen
und
vermeiden Sie hohe Strömungsgeschwindigkeiten in den Anschlussstutzen. Zusätzlich können
Schalldämpfer in der Zuleitung Geräusche deutlich reduzieren. Hochwertige Auslasskästen mit
glatten
Innenflächen und präzise gefertigten Anschlussstutzen minimieren Strömungsgeräusche bereits
konstruktiv. Bei Deckendrallauslässen und Dralldurchlässen ist zudem die korrekte Einstellung
wichtig, um Pfeifgeräusche zu vermeiden.
Welche Materialien sind am langlebigsten?
Verzinktes Stahlblech mit Pulverbeschichtung bietet hervorragende Langlebigkeit und
Korrosionsschutz
für Gehäuse und Anschlussstutzen. Beton-Einlegekästen sind praktisch unverwüstlich, während
Kunststoff-Ausführungen leicht und für die meisten Anwendungen ebenfalls sehr dauerhaft sind.
Alle
unsere Modelle erfüllen hohe Qualitätsstandards für den langjährigen Einsatz mit verschiedensten
Luftauslässen – von einfachen Gittern über Quellauslässe bis zu anspruchsvollen
Deckendrallauslässen.
Welche Luftauslässe eignen sich für welche Räume?
Für Wohnräume eignen sich Deckenluftdurchlässe und Tellerventile, die eine zugfreie
Luftverteilung
gewährleisten. In Büros und grösseren Räumen kommen häufig Dralldurchlässe zum Einsatz, die
durch
ihre rotierende Luftströmung eine schnelle Durchmischung erreichen. Deckendrallauslässe mit
Mittelablauf sind ideal für Räume mit hohen Kühllasten oder grossen Flächen. Quellauslässe
arbeiten
mit niedrigen Geschwindigkeiten und eignen sich besonders für Klassenzimmer und Konferenzräume.
Die
Auswahl der Luftauslässe beeinflusst die Anforderungen an die Anschlussstutzen und die
Dimensionierung der Rohre.
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Dralldurchlässen
und Quellauslässen.
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Luftverteilsystem mit verschiedenen Ausführungen, passenden Rohren und unterschiedlichen
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